Biografie Renatus Mészár

Renatus Mészár wurde in Laubach in Hessen geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er am Klavier und als Mitglied des Knabenchors seiner Heimatstadt. Nach dem Abitur studierte Renatus Mészár zunächst Kirchenmusik an der Hamburger Hochschule, bevor er sich ganz dem Gesang zuwandte. Seine Lehrer an den Hochschulen in Hamburg und München waren Annie Schoonus, Brigitte Faßbaender, sowie Irmgard Hartmann-Dressler. Sein Operndebut gab er noch während des Studiums bei der Münchner Biennale.
Szenenbild 1 Renatus Mészár
Szenenbild 3 Renatus Mészár
Szenenbild 2 Renatus Mészár

Er begann seine Laufbahn als Mitglied des Rundfunkchores des Norddeutschen Rundfunks, bevor er als "junger Bass" ans Staatstheater Braunschweig engagiert wurde. Dort sang er neben kleineren Partien auch schon den Sarastro in der "Zauberflöte", Don Alfonso in "Cosi fan tutte", sowie den Don Basilio im "Barbier von Sevilla". Als Gast sang er an diesem Theater in den folgenden Jahren immer wieder, u.a. den Leontes in der deutschen Erstaufführung von Philippe Boesman´s "Wintermärchen" nach Shakespeare, sowie den Figaro in "Figaros Hochzeit" und den Fra Melitone in der "Macht des Schicksals".


Anschliessend war er an den Städtischen Bühnen Münster mit Escamillo, allen Alberich-Partien im "Ring", Leporello und Kaspar engagiert. Danach als freischaffender Sänger an den Theatern in Braunschweig, Bern, Oldenburg, Festspiele Eutin, Osnabrück und Bremen. mit Partien wie Zaccaria, Doktor (Wozzeck) und Komtur (Don Giovanni).Weitere Gastspiele führten ihn u.a. an die Hamburgische Staatsoper und das Opernhaus Nürnberg. Nach einem Jahr im Ensemble in Würzburg wechselte er ans Staatstheater Schwerin, wo er u.a. die Rolle des Colline in "La Bohème" und den Sarasto in der "Zauberflöte", sowie den Sparafucile in "Rigoletto" übernahm. Es folgte sein Debut als Wotan in Wagners Rheingold am Theater in Hof und Figaro in "Figaros Hochzeit" am Staatstheater Oldenburg. Im Sommer 2006 gestaltete er eine Uraufführung bei der Münchener Biennale. 

 

Mit der Spielzeit 06/07 wechselte Renatus Mészár ans Nationaltheater Weimar, wo er u.a. im Ring des Nibelungen als Fasolt (Rheingold) und als Wotan (Walküre), sowie als Wanderer im Siegfried und Hagen in der Götterdämmerung zu hören war. Weitere wichtige Partien an diesem Haus: Grossinquisitor (Don Carlo), Boris (Lady Macbeth) und wieder Sarastro. Daneben gastierte er als Wotan auch am Opernhaus Halle (Rheingold). Im April 08 debütierte Herr Mészár an der Komischen Oper in Berlin in der Rolle des Colline in La Bohème, wo er in der letzten Spielzeit darauf auch als Tschelio in der Liebe zu den drei Orangen von Prokofieff zu hören war. Im Juli 08 konnte er einen besonderen Erfolg feiern mit seinem Debut als Hagen in der Götterdämmerung in Weimar.


Dem schloss sich sein Debut als Scarpia in der Oper Tosca bei den Opernfestspielen in Merzig/Saarbrücken an, das ebenfalls von Publikum und Presse begeistert aufgenommen wurde. Im Frühjahr 09 sang er den Bischof Don Toribio in Love and Other Demons von Peter Eötvös in der gefeierten Chemnitzer Produktion, begeisterte danach in Weimar auch als Leporello in Mozarts Don Giovanni. Im August 09 wirkte er im Rahmen der Ruhrtriennale an der Produktion Moses und Aaron (Regie: Willy Decker), die nach dem gewaltigem Premierenerfolg auch wiederholt im Fernsehen ausgestrahlt wurde, in der Rolle des Priesters mit. Anfang 2010 hat er, nachdem er sich mit der 14. Symphonie von Dmitri Shostakovich im Konzerthaus Klagenfurt im Juni 08 dort vorgestellt hatte, seine Debutpremiere als Boris Godunow in der gleichnamigen Oper von Modest Mussorgskij mit grossem Erfolg absolviert. Seit Frühjahr 2010 war er in Weimar als Orest in "Elektra" von Richard Strauss zu hören.


Von 2010 bis 2012 war Renatus Mészár Mitglied im Ensemble der Oper Bonn u.a. mit dem König in der "Liebe zu 3 Orangen" und dem Wassermann in "Rusalka", blieb aber dem DNT Weimar als Gast verbunden, so als Ruprecht in "der feurige Engel" von Prokofieff ab Dezember 2010, weiter als Orest und bei der Wiederaufnahme des "Ringes" im Sommer 2011 als Fasolt, Wotan, Wanderer und Hagen.


Im Festspielsommer 2010 sang er die Titelpartie im "fliegenden Holländer" von Wagner bei den Tiroler Festspielen in Erl, sowie Escamillo in Merzig. Mit dem Holländer war er seit September 2011 ans Theater Klagenfurt zurückgekehrt. Zum ersten Mal am Staatstheater Kassel, sang er dort den Boris in der Lady Macbeth von Mzensk. Dann König Heinrich in Lohengrin am Staatstheater Karlsruhe, sowie in der Wiederaufnahme der Walküre als Wotan an der Staatsoper Hannover ab Mai 2012, im Spätsommer 2012 war er der Hagen in Wagner´s Götterdämmerung mit der Reisopera Enschede und ab Dezember 2012 erstmals der König Philipp in Verdi´s Don Carlo in Gelsenkirchen. Zum ersten Mal am Münchener Gärtnerplatz sang Herr Mészár in der Titelpartie einer Uraufführung von Friedrich Cerha, der Präsident, ab Juni 2013 die Titelpartie. Mit dieser Partie reüssierte er ebenfalls im Oktober 2014 bei seinem Debüt an der Volksoper Wien.


Mit Beginn der Saison 2012/2013 wechselte Herr Mészár ins Ensemble des Staatstheaters Karlsruhe, u.a. als Landgraf, Pontifex Maximus in Spontini´s Vestalin Wotan und Wanderer bei der Wiederaufnahme des "Ring" um Ostern 2013, seit Oktober 2013 mit der Titelpartie im fliegenden Holländer und ab April 2014 mit dem Hans Sachs in den "Meistersingern". Diese Partie verkörperte er im Sommer 2014 auch an der Staatsoper Hannover.

Ab Herbst war er u.a. Boris Godunow in Karlsruhe und ab Ende März 2015 zum ersten Male und mit großem Erfolg der Ampfortas im Parsifal.


Ab Frühjahr 2016 wird er als König Marke in der neuen Tristan-Produktion, sowie ab Juli 2016 als Wotan im neuen Ring, beides in Karlsruhe, zu erleben sein.


Neben seiner Tätigkeit als Opernsänger hat Renatus Mészár ein breitgefächertes Repertoire im Konzertbereich aufbauen können, das sich von Monteverdi bis zur aktuellen zeitgenössischen Musik erstreckt, einschließlich unterschiedlichster Liederabendprogramme. Zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk, Fernsehen, CD und DVD dokumentieren diese Vielseitigkeit.


Der Preisträger mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe arbeitete bereits mit so renommierten Orchestern wie u.a. den Symphonieorchestern des Norddeutschen und des Westdeutschen Rundfunks, dem Kölner und der Münchner Rundfunkorchester dem Hamburger Philharmonischen Orchester und dem Orquestra Nacional in Madrid unter Dirigenten wie Frans Brüggen, Michael Boder, Gustav Kuhn, Neville Marriner, Jun Märkl, Eiji Oue, Helmuth Rilling und Semyon Bychkov.

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